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Erst bauen, dann Zielgruppe suchen – der Fehler, den ich nicht mehr mache

Zwei Reihenfolgen sehe ich hier im Board ständig, wenn es um eigene Tools als Ergänzung zum Affiliate-Marketing geht. Die eine: erst bauen, weil eine Idee technisch reizt, und danach überlegen, wer das eigentlich gebrauchen könnte. Die andere: erst die Zielgruppe und ihr Problem festlegen, danach erst das Tool-Format wählen. Ich bin lange die erste Reihenfolge gefahren, habe damit aber jedes Mal Zeit verloren, und wechsle inzwischen konsequent zur zweiten.

Der Denkfehler bei Variante eins ist mir erst im Nachhinein klar geworden. Ich hatte eine Idee für einen kleinen Rechner, fand die Umsetzung reizvoll und habe direkt in Lovable losgelegt, ohne mir vorher aufzuschreiben, für wen das Ding eigentlich gedacht ist. Erst als es fertig war, habe ich mir Gedanken über die Zielgruppe gemacht und darüber, über welches Affiliate-Angebot ich damit überhaupt etwas verdienen will. Im Nachhinein betrachtet hatte ich mir nicht einmal die Frage gestellt, welches konkrete Problem das Tool eigentlich lösen soll, mich hat einfach das Rechnen an sich gereizt. Beides im Nachhinein hinzubiegen hat bei mir nicht funktioniert, das fertige Tool liegt bis heute ungenutzt rum.

Variante zwei dreht die Reihenfolge um: erst die Zielgruppe, dann ein einzelnes, klar lösbares Problem, und erst danach die Entscheidung zwischen Rechner, Generator, Selbsttest oder interaktivem Leadmagnet. Genau diese Schritte habe ich zuletzt an einem Leitfaden zur Reihenfolge Zielgruppe vor Tool nachvollzogen, der am Ende einen kopierfertigen Prompt für Lovable ausgibt – der Link ist ein Partnerlink von mir. Der Anbieter verspricht dafür 15 Minuten, bei mir hat allein der Zielgruppen- und Problemteil beim ersten Anlauf deutlich länger gedauert, weil ich zwei Anläufe gebraucht habe, bis die Zielgruppe wirklich konkret war.

Ehrlich dazu: Fertig gebaut wird dabei nichts, man bekommt das Konzept und den Prompt, der eigentliche Code entsteht danach im eigenen Lovable-Zugang. Wer schon eine klare Zielgruppe und ein konkretes Problem im Kopf hat, braucht diesen Umweg vermutlich nicht, für die war die Reihenfolge nie der Engpass. Bei mir war genau das der Punkt, an dem ich immer wieder gescheitert bin, deshalb hat mir das mehr gebracht als ein weiteres Tutorial zum Thema Vibe Coding. Wer dagegen wie ich früher einfach drauflosbaut und die Zielgruppe für ein Detail am Rande hält, dem würde ich die andere Reihenfolge inzwischen klar empfehlen.

Mich würde interessieren, wie ihr das hier im Board handhabt. Steht bei euch vor einem neuen Tool immer erst die Zielgruppe fest, oder kommt bei euch auch öfter erst die Idee und die Positionierung danach?